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25 | 11 | 2017

Pfarrer Fritz Eink

Am 7. November 1952 wurde Domvikar Friedrich Eink zum Pfarrer der verwaisten Brunopfarre ernannt und am 11. Januar 1953 unter wiederum großer Anteilnahme der Bevölkerung in die Gemeinde eingeführt. Friedrich Eink, am 26. 2. 1906 in Mülheim/Ruhr geboren, wurde am 12. 2. 1931 im Kölner Dom zum Priester geweiht. Nach Kaplanstellen in Langenfeld Immigrath (1931-1936) und an Herz-Jesu in Köln-Mülheim (1936-1939) wurde er 1939 zum Stadtjugendseelsorger von Düsseldorf ernannt. 1944, mitten im Inferno des Bombenkrieges, erfolgte die Berufung zum Diözesanseelsorger und Domvikar nach Köln, wo er zunächst unter schwierigsten Bedingungen Jugendarbeit betrieb. Pfarrer Eink stand bei seiner Einführung im 47. Lebensjahr, war also 11 Jahre jünger als sein Vorgänger, aber wie dieser auch von der Zeit des Naziregimes geprägt. So wurde er nicht müde, den Ausspruch eines jungen Mannes im Verhör vor der Gestapo, „Die Kirche, das bin ich" seiner neuen Gemeinde zuzurufen und damit klar zu machen, dass es in der Kirche keine Neben- und Statistenrollen gibt, sondern dass es auf jeden Einzelnen ankommt. Einrichtungen wie die Heimstattbewegung mit ihren zahlreichen Häusern, Gemeinschaften wie die Johannesbruderschaft sind bleibende und sichtbare Zeichen seines rastlosen Wirkens, das ihn oft ganz neue Wege beschreiten ließ. Nach 32 Jahren unermüdlichen Dienstes in der Gemeinde nahm der Erzbischof 1985 das Rücktrittgesuch des inzwischen 79jährigen, zum Monsignore ernannten Pfarres an und übertrug ihm die Seelsorge am Seniorenzentrum St. Bruno. Nach weiteren neun segensreichen Jahren starb Pfarrer Eink dort im Alter von 88 Jahren und ruht auf dem Südfriedhof im Grab seines Vorgängers Pfarrer Leuchtenberg.