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25 | 11 | 2017

Pfarrer Karl-Josef Schurf

Am Dreikönigstag 1958 kam ich in Köln auf die Welt, im heutigen Theater "Der Keller", dem früheren Volksgartenkrankenhaus.
Aufgewachsen bin ich in Kerpen-Sindorf. In der Pfarrgemeinde "St. Maria Königin" habe ich als Messdiener noch die lateinischen Gebete gelernt, dann aber in vielgestaltigen Aufbrüchen die Veränderungen der Kirche durch das II.Vatikanische Konzil erlebt.
Mit meinen Eltern und meinem neun Jahre jüngeren Bruder war die Kirche vor Ort für uns Heimat und ein guter Mutterboden der Mitarbeit und des Glaubens.
Jede und Jeder war wertvoll, nicht nur funktionierend, sondern als Person wertgeschätzt.
Gruppenleitung, Pfarrbücherei, Ferienfahrten, das gestaltete Kirchenjahr, die Freundesclique, die Persönlichkeit unseres Pfarrers…das war mir Motivation, mich für den Priesterberuf zu entscheiden.
Nach Volksschulzeit vor Ort und Gymnasium in Bergheim studierte ich in Bonn und in Freiburg Katholische Theologie. Meine Diplomarbeit im Fach Dogmatik war ein Vergleich der theologischen Ansätze Karl Rahners und Hans Urs von Balthasars, zum Thema "Wahrnehmung des Herzens".
Nach dem Studium begann das Diakonat in St. Peter in Köln-Ehrenfeld.
Am 22. Juni 1984 wurde ich mit 15 Mitbrüdern im Kölner Dom von Joseph Kardinal Höffner zum Priester geweiht.
Die erste Kaplanstelle war gekennzeichnet durch eine vielfältige Jugendarbeit. Ich betreute drei Gemeinden, Troisdorf Sieglar, Friedrich-Wilhelms-Hütte und Kriegsdorf.
Fünf Jahre als Stadtjugendseelsorger in Leverkusen und Kaplan in Manfort folgten.
1995 trat ich den Dienst als Stadtjugendseelsorger in Köln an. St. Maria im Kapitol war seit dem Ende des 2. Weltkriegs die Kirche der Kölner Katholischen Jugend. Hier wohnte ich im Singemeisterhäuschen am Drikünnigepörzje.
Nach dem Weltjugendtag wurde mir im November 2005 das Amt als Pfarrer in St. Nikolaus und Karl Borromäus in Köln-Sülz übertragen.
Seit Januar 2009 bin ich leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Sülz-Klettenberg. Die oben genannten Pfarrgemeinden bilden seitdem mit St. Bruno eine Pfarreiengemeinschaft.
Wir sind herausgefordert, zusammen auf den Weg zu gehen und dabei einander mitzunehmen.

Kirche bleibt für mich nach all` den Jahren der Ort, an dem Individuelles und Gemeinschaftliches ihre kostbare Entfaltung finden, der Ort, an dem Göttliches und Menschliches Begegnung feiern.